Was ist das Endocannabinoidsystem (ECS)?

Das Endocannabinoidsystem ist ein (zwischenzelluläres) Kommunikationssystem, das mehrere Informationsflüsse beeinflusst, sodass die Funktion des Endocannabinoidsystems für den Körper essentiell ist.

Das Endocannabinoidsystem besteht aus Cannabinoidrezeptoren – verteilt im gesamten Körper. Sogenannte Cannabinoide sind Neurotransmitter-Botenstoffe, welche an den Cannabinoidrezeptoren andocken und ihre Wirkungssignale dalässt. 

Das ECS bildet ein Neurotransmitter-System und im gesamten Körper sowie in vielen Organen zu finden – Beispiele sind: Gehirn, Haut, Leber, Niere, Genitalien (Hoden, Eierstöcke, Prostata, Gebärmutter), Blut, Herz, Augen, Knochen. 

Cannabinoide wurden auch in Pflanzen gefunden. Unser Endocannabinoidsystem könnte man als eine „Abwandlung“ vom zwischenzellulären Kommunikationssystem von Pflanzen verstehen. 

Die sogenannte Arachidonsäure ist eine 6-fach ungesättigte Fettsäure im signalgebenden Prozess bei Pflanzen und Tieren. Diese Fettsäure reguliert die Reaktion zur Verteidigung gegen Infektionen und Stressregulierung bei Pflanzen. Bei Tieren reguliert diese Fettsäure Muskelwachstum, Gefäßerweiterung, Reaktion bei Entzündungsprozessen und weiteren Stoffwechseln und -Prozessen.

Im Endocannabinoidsystem wird der Cannabinoid-Rezeptor (ein Zellmembran-Protein) durch Cannabinoide – wie durch eine Schlüssel-Schloss-Öffnung – aktiviert. Der Schlüssel (Cannabinoid) passt ins Schlüsselloch (Cannabinoid-Rezeptor) und aktiviert somit die Aktivität der zwischenzellulären Kommunikation. 

Durch Aktivierung der Cannabinoid-Rezeptoren beeinflussen Cannabinoide direkt körperliche Prozesse, sowie Schmerzwahrnehmung, die Herz-Kreislauf-Funktion, Verdauungsaktivität, Leberfunktion und viel mehr.

Funktionen des Endo-Cannabinoidsystems

Entourage-Effekt

Endocannabinoid-Mangelsyndrom
ECMS