FAQ – Häufig gestellte Fragen


Werden Wirkstoffe zerstört bevor sie inhaliert werden, wenn die Temperatur höher liegt als deren “Lösetemperatur”?

Antwort: Klar ist, dass es Wirkstoffe schon ab unter 100°C gibt. Unklar ist, ab welcher Überhitze die verschiedenen Wirkstoffe (Cannabinoide, Terpene und Flavonoide) zerstört oder unwirksam inhaliert werden.
Ich konnte herausfinden, dass schon zwischen 60-120°C Wirkstoffe freigesetzt, also verdampft, werden. Daher ist denkbar, dass diese Wirkstoffe ab einer höher liegenden Temperatur nicht mehr oder zumindest nicht mehr vollständig wirksam sein könnten.

Quelle: wird in Kürze nachgetragen.

An welche Rezeptoren bindet sich CBG? Und bindet sich CBG schneller als THC an die Rezeptoren, mögliche Unverträglichkeiten von vermindert werden können?

Antwort: Zuerst einmal: was ist CBG? CBG ist das Stamm-Cannabinoid und somit das erste Cannabinoid, welches in einer Cannabispflanze entsteht. Ein Großteil des CBG’ wird in einer blühenden Cannabispflanze durch den Blütenprozess in weitere Cannabinoide, wie THC und CBD, umgewandelt. So ist CBG als der Ursprung von CBD und THC und weiteren Cannabinoiden zu verstehen.
Wirkung: CBG wirkt ein sowohl als signifikant appetitfördernd, in höheren Dosen dann als appetithemmend. Ebenso wirkt CBG entzündungshemmend.
Interagiert CBG mit CB1- und CB2-Rezeptoren? CBG bindet sich – wie alle anderen Cannabinoide – mit beiden Rezeptoren, sodass mögliche Nebenwirkungen anderer Cannabinoide (insbesondere von THC) durch CBG gemindert werden können.

Quelle: Studie 2016, Studie 2017, Studie 2013

Wie schaut es aus mit dem Datenschutz bei Cannabispatienteninfo.de?

Antwort: Die Datenschutzerklärung kann auf diesem Link nachgelesen werden.

Quelle: HIER

WO findet die Beratung statt?

Antwort: nach Absprache / Terminbuchung per Zoom Meeting HIER! oder telefonisch.

Quelle: Cannabis Patienten Info – Beratungsagentur zur Kostenübernahme

Ist die Beratung kostenpflichtig?

Antwort: Unsere Beratung ist kostenpflichtig und wird nach der Gebührenordnung abgerechnet.
Beispiel: Das 30-minütige Erstgespräch wird jedem Patienten gutgeschrieben, ist also nicht kostenpflichtig.

Quelle: Gebührenordnung

Was ist besser: bestrahlt oder unbestrahlt?

Antwort: Der Unterschied zu unbestrahlten Blüten sei minimal und der Zweck der Bestrahlung liegt darin, das Medizinalcannabis keimfrei zu machen, sodass es den Standards der Arzneimittel entspricht. Das Hauptproblem von unbestrahltem Cannabis liegt u.a. an inhaliertem Schimmelpilz, wobei durch Bestrahlung gewährleistet werden kann, dass diese Pilzkeime und -Bakterien nicht (mehr) vorkommen in der Blüte. Worauf es jedoch ankommt, dass eine Medizinalcannabisblüte unbestrahlt in die Apotheke kommt, ist mir bisher nicht bekannt.

Quelle: LUX99, Deutsche Apotheken Zeitung

Helfen wir bei der Antragsstellung?

Antwort: Ja, gerne helfen wir bei der Antragsstellung zur Kostenübernahme mit all unseren Erfahrungen und für den Erfolg zur Therapie mit Cannabis.

Hat ein Cannabispatient berufliche Einschränkungen?

Antwort: Nein, ein Cannabispatient soll keinen Einschränkungen im Arbeitsmarkt unterliegen, sofern die Grunderkrankung nicht ohnehin schon zu einer Einschränkung in der Arbeitswelt führen würde.
“Solange die arbeitsvertraglichenVerpflichtungen erfüllt werden, spielt der Konsum von Drogen keine Rolle.”, so im Buch Cannabis und Cannabinoide: in der Medizin von Prof. Dr. Kirsten R. Müller-Vahl und Dr. med. Franjo Grotenhermen. Weiter heißt es in diesem Buch: “Nur (das gilt wie bei der legalen Droge Alkohol) wenn sich der Konsum von Cannabis auf das Arbeitsverhältnis auswirkt, kann daraus eine rechtliche Folge oder Sanktionsmöglichkeit erwachsen.”
Falls im Arbeitsvertrag jedoch ein Drogenverbot gilt, ist dies zu beachten und mit dem Arbeitgeber abzusprechen.

Quelle: Cannabis und Cannabinoide: in der Medizin von Prof. Dr. Kirsten R. Müller-Vahl und Dr. med. Franjo Grotenhermen. 2020. Medizinische Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin

Wie stehen Ärzte zu Privatrezepten?

Antwort: Es gibt viele Ärzte, die sich noch zu wenig mit dem Thema Cannabis als Medizin und Rezepturarzneimittel beschäftigt haben. Deswegen kann es vorkommen, dass behauptet wird, man sei nicht befugt, Cannabis für diese und jene Indikation/Beschwerde zu verschreiben. Jedoch ist es tatsächlich so, dass JEDER Arzt (außer Tier- oder Zahnarzt) Cannabisarznei verschreiben darf.

Quelle: §1 Abs. 1 Satz 1 BtMVV

Sind Zäpfchen die wohl effizienteste Einnahmeform?

Antwort: Die Bioverfügbarkeit bei oraler Einnahme beträgt ca. 3-12% und bei der inhalativen Einnahme zwischen 15-35%. Bei der Einnahme von Zäpfchen liegt die Bioverfügbarkeit allerdings noch höher bei 70-80% und somit ist hiermit eine dritte sehr effektive Einnahmeform dazugekommen: das Zäpfchen – ein sog. Suppositorium.

Quelle: in Arbeit