Erster Schritt: der Arztbesuch

Was mag der Arzt wohl denken, wenn man zu ihm kommt und für Cannabis als Medizin anfragt? Das ist eine gute Frage.
Hier soll erklärt werden, wie man dem Arzt seinen Krankheitsverlauf übermitteln sollte, um seine Cannabistherapie möglichst erfolgreich einzuleiten.

  1. Vorerst schonmal: Jeder Arzt darf Cannabis verschreiben – auf jede Indikation. Kontraindikationen gibt es nur wenige, die gegen das Ausprobieren der Cannabistherapie sprechen würden.
  2. Die Krankenkasse übernimmt Kosten NUR, WENN eine schwerwiegende Krankheit besteht, eine vergleichbar verträgliche Therapieform nicht zur Verfügung steht, und ein positiver Behandlungsverlauf möglich ist.

Wann ist also eine Krankheit schwerwiegend?

Die Schwerwiegenheit einer Krankheit ist das Ergebnis von Krankheitssymptomen UND deren Begleiterscheinungen!

Was bedeutet das genau? Hier ein Beispiel:
Ein Patient hat folgende Probleme: starke Schlafprobleme, kombiniert mit Appetitstörungen. Eine solche Zusammensetzung von Krankheitssymptomen führt darauf hinaus, dass der Patient sich nicht konzentrieren kann, seine Stimmung äußerst schwankt und dann seine Impulsivität zeitweise nicht kontrollierbar ist. Abgesehen davon ist eine starke innere Unruhe zu spüren, wodurch klares Denken unmöglich ist.

  • Symptome sind: Schlafprobleme + Appetitstörungen
  • Begleiterscheinungen sind: Konzentrationsschwäche, Impulsivität, Stimmungsschwankungen

Hiermit liegt ein deutlich schwerwiegender Fall vor.

Wie vermittle ich diese komplexe Krankheitsgeschichte meinem Arzt gegenüber?

Die schwerwiegende Krankheit, deine Symptome, Begleiterscheinungen und alle sonstigen Auswirkungen auf dein Leben kann dem Arzt nur durch deine Vorarbeit zu deinem Sinne übermittelt werden, weswegen hier mehrere DIN A 4 – Seiten notwendig sind, um dein Krankheitsbild zu erläutern.

Zum Download liegt ein Arztbesuchsbogen bereit, welcher von dir ausgefüllt und deinem Doktor im ersten Gespräch vorgelegt wird, um die Notwendigkeit der Cannabistherapie zu begründen.