Kontraindikationen

Mittlerweile werden folgende Kontraindikationen für eine THC-dominante Cannabistherapie anerkannt:

  1. schwerwiegende psychiatrische Erkrankungen – v.a. akute Psychosen
  2. schwerwiegende Herzerkrankung
  3. manifeste Leberschädigung
  4. Kinder und Jugendliche in der Reifungsphase
  5. Schwangerschaft und Stillzeit

Die Indikation bedingt Wirkstoff

Die Kontraindikation bedingt Wirkstoff-Verzicht!

Die stark psychoaktive Wirkung von THC auf diese Patientenzustände stellt Cannabis im Ganzen in ein schlechtes Licht. Einige Cannabinoide und Terpene könnten dem Patienten dagegen in einer solchen Krankheits-Episode und Lebensphase zur Symptomlinderung verhelfen. Beispielsweise kann eine Cannabistherapie indiziert sein, wenn eine Substanzabhängigkeit vorliegt*.
Dazu gibt es jedoch NOCH zu wenig Forschung.

Eine Cannabistherapie kann mit folgenden Wirkstoffen stattfinden:

  • Cannabinoiden, dazu zählen:
    • THC
    • CBD
    • weitere Cannabinoide
  • Terpenen, dazu zählen:
    • Pinen – helfen zur Gedächtnisleistung
    • Limonene – helfen zur Stimmungsaufhellung
    • Myrcene – helfen zur Muskelentspannung
    • Linalool – hilft zur Beruhigung
      Hinweis: Terpene sind Duftstoffe und riechen nach Früchten, Erde, Pfeffer, und viel mehr!

Abwägung der Chancen und Risiken

Der Arzt muss die Chancen und Risiken einer Cannabistherapie abwägen und die Indikationen sowie Kontraindikationen beachten.

*Buch: Cannabis und Cannabinoide in der Medizin von Franjo Grotenhermen und Kirsten Müller-Vahl