Einen Arzt in der Nähe zu finden ist oft schwierig, weswegen hier Hilfestellung gegeben werden soll, um Patienten den Weg zur Arztsuche zu erleichtern. Kassenärzte zu finden ist besonders schwierig – meint man. Aber: So schwierig ist es doch nicht.
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Wie Patientinnen und Patienten selbstständig eine geeignete Ärztin oder einen geeigneten Arzt finden
Der erste Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Therapie mit medizinischem Cannabis ist die passende ärztliche Ansprechperson. Viele Patient:innen sind unsicher, wo und wie sie einen Arzt finden, der offen, fachlich qualifiziert und erfahren im Umgang mit Cannabisarzneimitteln ist. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sich dieser Weg jedoch gut selbstständig gehen.
1. Grundsätzliches Verständnis: Wer darf Cannabis verordnen?
In Deutschland dürfen alle approbierten Ärztinnen und Ärzte (ausgenommen Zahn- und Tierärzt:innen) medizinisches Cannabis verordnen. Wichtig ist jedoch zu wissen:
Zusätzlich wurde mit dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 18.07.2024 der Genehmigungsvorbehalt der gesetzlichen Krankenkassen für Cannabisverordnungen folgender Ärzt:innen faktisch aufgehoben – Ziel war eine Entlastung der ärztlichen Praxis und eine schnellere Versorgung von Patientinnen und Patienten:
Facharzt- und Schwerpunktbezeichnungen: Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Innere Medizin (allgemein), Innere Medizin und Angiologie, Innere Medizin und Endokrinologie & Diabetologie, Innere Medizin und Gastroenterologie, Innere Medizin und Hämatologie & Onkologie, Innere Medizin und Infektiologie, Innere Medizin und Kardiologie, Innere Medizin und Nephrologie, Innere Medizin und Pneumologie, Innere Medizin und Rheumatologie, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie.
Zusatzbezeichnungen: Geriatrie, Medikamentöse Tumortherapie, Palliativmedizin, Schlafmedizin, Spezielle Schmerztherapie.
Quelle: Beschluss des Gemeinsamen Bundessausschuss
2. Startpunkt: Hausärzt:innen und Fachärzt:innen
Ein sinnvoller erster Ansprechpartner ist häufig die Hausärztin oder der Hausarzt, insbesondere wenn diese die Krankengeschichte bereits gut kennen. Alternativ kann die Suche direkt bei Fachärzt:innen erfolgen, je nach Grunderkrankung, zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, bei neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen, bei internistischen oder onkologischen Diagnosen und so weiter. Fachärzt:innen mit Bezug zur jeweiligen Erkrankung sind oft besonders gut geeignet, da sie die Indikation medizinisch fundiert beurteilen können.
3. Gezielte Online-Recherche
Viele Patient:innen finden heute ihren Arzt über das Internet. Hilfreich ist dabei das Arztsuchportal der Kassenärztlichen Vereinigung. Wichtig ist, auf transparente Informationen, klare medizinische Ausrichtung und nachvollziehbare Qualifikationen zu achten.
Ein bewährter Weg ist die Online-Suche:
- Du gelangst auf die Seite der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.
- Gib in einer Suchmaschine „Arztsuche Kassenarzt“ plus dein Bundesland ein.
- Dort kannst du nach Fachrichtung, Region und weiteren Kriterien filtern.
Alternativ kannst du Arzt- und Praxiswebseiten wie Jameda, Arztportal, Arztsuche zur Suche nutzen. So erhältst du eine strukturierte Übersicht aller zugelassenen Vertragsärzt:innen in deiner Umgebung.
4. Worauf Patient:innen bei der Auswahl achten sollten
Nicht nur die Verordnung selbst ist entscheidend, sondern auch die Qualität der Beratung. Gute Anzeichen sind:
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ausführliche Erstgespräche und strukturierte Anamnese
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realistische Aufklärung über Chancen und Risiken
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keine pauschalen Heilversprechen
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Bereitschaft zur Verlaufskontrolle und Therapieanpassung
Patient:innen sollten sich ernst genommen fühlen und ausreichend Raum für Fragen haben.
5. Vorbereitung auf die Kontaktaufnahme
Um den Erstkontakt zu erleichtern, empfiehlt es sich:
- Die CannabispatientenINFO – Patientenanamnese auszufüllen
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relevante Arztbriefe und Befunde bereitzuhalten
Die wenigsten Praxen klären bereits vorab telefonisch oder per E-Mail, ob eine Cannabisberatung grundsätzlich angeboten wird – warum ist verständlich – jedoch den meisten Patient:innen nicht. Der Grund liegt darin, dass man am Telefon mit einer Sprechstundenhelferin redet und nicht mit dem behandelnden Arzt! Nur dieser kann nach Überprüfung der Unterlagen solche ENtscheidungen veramtworten.
6. Offenheit und Eigenverantwortung
Eine erfolgreiche Cannabistherapie basiert auf Vertrauen und Zusammenarbeit. Patient:innen sollten offen über ihre Beschwerden, Erwartungen und eventuelle Vorerfahrungen sprechen. Gleichzeitig gehört dazu, ärztliche Empfehlungen ernst zu nehmen und die Therapie verantwortungsvoll umzusetzen.
7. Wenn es beim ersten Versuch nicht passt
Nicht jede Anfrage führt sofort zum Erfolg – das ist normal. Unterschiedliche Praxen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Geduld und eine sachliche, strukturierte Suche erhöhen die Chancen, eine passende ärztliche Begleitung zu finden.
ARZT GEFUNDEN?
Dann müssen wir Dich auf den Arzttermin adäquat vorbereiten, damit Du effizient an geeignete Hilfe kommst.
Dritter Schritt: Arztbesuch
Essenzielle Literatur
